Januar.No. 4 P.71
Berlin, den 8. Januar 1840.
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“Die beiden Schützen”wurden auch zwei Mal wiederholt.
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Unter den diesjährigen Gästen trat zuerst im letzgenannten Ballet ein Jodler aus Steiermark, Herr Schweizer auf.
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Von unsern Theatersängern sind 1839 abgegangen: Dem. Evers (Sopran), Herr Grünbaum (Tenor), und Herr Richter (Bas).
Sänger sind die Herren: Ballmann, Barthels, Berthold (Komiker), Elbert, Freiberg, Hoffmann, Kindermann, Kümmel, Linke, Lortzing (zugleich Regisseur der Oper), Pögner, Saalbach, Schmidt, Stürmer.
Sängerinnen: Mad. Franchetti-Walzel, Dem. Günther, Dem. Krauss, Mad. Lortzing, Dem. Messerschmidt d. Ält., Dem. Schlegel, Dem. Tell, Mad. Tröge.
Chorbestand: 9 Soprane, 6 Alte, 9 Tenore und 9 Bässe .
Musikdirektor Herr Bach. - Chordirektor Herr Kümmel. - Dirigent der Schauspiele und der Balletmusik Herr Kümmel. - Kozertmeister Herr David. 6 erste und 6 zweite Violinen, 2 bratschen, 2 Violoncelle und 2 Kontrebässe u.s.w.
G.W. Fink.
Der Direktor des Breslauer Theaters, Herr Lieutenant Neumann, hat Herrn G.A. Lortzing in Leipzig, dessen Oper Zar und Zimmermann in Breslau sehr oft und mit ausserordentlichem Beifall aufgeführt ist, dafür ausser dem gebührenden Honorar einen wertvollen Brillantring als Geschenk übersandt.
A. Lortzings neue Oper Hans Sachs (Dichtung von Ph. Reger, nach dem Deinhardsteinschen Schauspiele) wurde, als Vorfeier des Buchdruckjubiläums, am 23. Juni zu Leipzig mit grossem Beifall aufgeführt; der Komponist, die Darstellenden und der Dichter wordengerufen. - Die Oper wurde seitdem zwei Mal mit gleichem Beifalle wiederholt.
1. Der Feensee, in 5 Aufzügen von D.F.E. Auber. Vollständiger Klavierauszug zu zwei Händen ohne Worte. Leipzig, bei Breitkopf und Härtel. Preis 6 Thlr.
2. Zar und Zimmermann oder die beiden Pete, komishe Oper in 3 Aufzügen von G.A. Lortzing. Vollständiger Klavierauszug zu vier Händen ohne Worte. Ebendaselbst. Preis 5Thlr.
Beide Opern erfreuen sich vieler Wiederholungen und zahlreicher Hörer, gehören also zu den beliebten. Über den Gehalt beider haben wir ausführlich gesprochen. Es bleibt uns daher den Liebhabern dieser Unterhaltungen nur zu versichern übrig, dass beide Bearbeitungen dem Instrumente angemessen und gut sind; auch für Schönheit der Ausgaben ist bestens gesorgt, wie hier in der Regel. Selbst die Einrichtung des Feensees für zwei Hände erfordert keine grössere Fertigkeit,als wie man sie jetzt unter Dilettanten nicht selten findet. Das Arrangement für vier Hände ist natürlich leichter, doch so, dass mässige Spieler noch immer erwünscht beschäftigt sind, wodurch sich Vergnügen und Nutzen vereinigen.